Sonntag, 6. Februar 2011

Meine erste Woche 'overseas' :)

So ich habe jetzt einen Surfstick und kann jetzt hoffentlich öfter schreiben.
Nachdem meine Gastfamilie mich am Airport abgeholt hat, sind wir erst einmal zu ihnen nach Hause gefahren. Das Haus ist ganz schön, aber ziemlich anders, als die Häuser in Deutschland. Mein Zimmer ist auch richtig schön und wenn ich Glück habe kann ich manchmal das Meer in der Ferne hinter ein paar Bäumen sehen. Ich habe dann erst mal Kuchen und Tee bekommen und sie waren ganz erstaunt, als ich keine Milch in meinen Tee wollte :D
Ich war seltsamerweise überhaupt kein bisschen müde und deswegen sind wir dann gleich mal in die Innenstadt (ich wohne in so einem Art Vorort) gefahren. Man kommt in die Innenstadt eigentlich nur mit dem Auto (oder Fahrrad, aber das habe ich hier ja nicht:D), denn zu Fuß dauert es ziemlich lange. Linda hat gemeint sie schaut mal nach einem Bus Plan für mich.
In der Stadt sind wir dann in den Laden, wo Linda, meine Gastmum, arbeitet gegangen. Sie war total aufgeregt als sie mich gesehen hat und hat versucht mich auf Deutsch zu begrüßen (sie hat sie ein paar Sätze auf einen Zettel geschrieben). Das war richtig lustig und süß :D Linda ist total nett und offen und ich komme sehr gut mit ihr aus.
Ben hat mir dann noch den Markt gezeigt, der jeden Samstag in Nelson stattfindet. Da gab es so ziemlich alles  von Obst bis Kleidern und Schmuck.
Abends habe ich allen dann ihre Gastgeschenke gegeben. Sie haben sich total gefreut und über die Kuckucksuhr sind alle total ausgerastet. Die wurde dann auch gleich aufgehängt :D (Und jedes Mal, wenn wir jemand besuchen erzählen Linda und Ben erst mal, dass ich ihnen eine Kuckucksuhr mitgebracht habe. ) Jedes Mal, wenn der Kuckuck rauskommt und ‚kuckuck‘ macht, müssen wir immer alle lachen. (I love this coocoo-clock, it’s awesome :D [sowas bekomme ich oft zu hören :D])
Am Sonntag hat Linda mich mit zur Kirche mitgenommen. Das war ganz anders als die normalen Gottesdienste hier in Deutschland. Es gab eine große Leinwand, auf der alle Songtexte oder Bibelauszüge zu sehen waren. Die ersten 10 Minuten haben erst mal alle moderne Kirchenlieder gesungen (mit Gospelchor J). Danach sind wir zu Lindas mum Sue gefahren, da sie ganz in der Nähe wohnt. Sie ist total nett und hat einen richtig schönen Garten.
Am Montag war so eine Art Feiertag in Nelson. Wir sind dann an einen etwa 30-minütig entfernten Strand gefahren in der Nähe des Abel-Tasman Nationalparks. Der Sand war hier richtig golden und das Wasser richtig türkis. Das war echt toll. Danach haben wir noch Bens Eltern  besucht. Die sind auch richtig nett.
Am Dienstag habe ich mich ein bisschen gelangweilt, da ich nicht wirklich etwas zu tun hatte. Ich habe viel mit Bethany gespielt.
Sooo am Mittwoch war es dann soweit: Erster Schultag.  Ich bin mit meinem Gastbruder Dylan zur Schule gelaufen. Das war ein bisschen unangenehm, weil wir beide nicht wirklich wussten über was wir reden sollten :D
Alle Internationals haben sich dann extra getroffen und wir wurden erstmal in drei Gruppen eingeteilt. Ich glaube etwa 80 % oder sogar mehr aller Austauschschüler sind Deutsche :D Wir mussten dann erstmal einen Englisch und Mathetest machen, damit sie uns irgendwie einschätzen können. Der Englischtest war ganz oke aber Mathe: ohje :D Da kamen so Sachen wie Logarithmus und Wahrscheinlichkeit dran und ich hatte keinen blassen Schimmer mehr, wie das geht :D
Wir wurden dann noch auf dem Schulgelände rumgehführt. Das ist echt groß und ein bisschen unübersichtlich, aber ich finde mich eigentlich ganz gut zurecht ;P Wirklich Unterricht hatten wir an diesem Tag also noch nicht.
Am Donnerstag hatte ich auch noch keinen richtigen Unterricht. Wir mussten unsere Fächer wählen und Stundenpläne machen und das war ganz schön kompliziert. Ich habe mich für Outdoor Education, Französisch, Hospitality und Art entschieden. Mathe und Englisch sind für die Internationals Pflicht.
Am Freitag hatte ich dann das erste Mal wirklich Unterricht. Hospitality war ganz oke, aber wir mussten da gleich mal einen Test schreiben, da die Lehrerin wissen wollte was wir wissen. Ich hatte voll keine Ahnung und habe einfach mal geraten :D Art war ziemlich doof und ich wechsle das vielleicht, da wir ziemlich doofe Themen dieses Jahr machen.  Ansonsten war die Schule ganz oke. Ich verstehe mich bis jetzt ziemlich gut mit einem Mädchen aus Japan, aber ich habe auch schon ein paar neuseeländische Freunde (ich glaub ich bin bis jetzt so ziemlich die einzige von den Internationals, weil die immer nur mit anderen Internationals was machen und so keine Kiwis kennenlernen)
Kurze Info zum Schulsystem: Auf den Colleges in Neuseeland (Year 9-13) ist generell Kurssystem. Man hatte eine Form Class (sowas wie ein tutorennkurs). In dieser Form Class muss man sich jede Morgen 10 Minuten treffen und die Anwesenheit wird überprüft. Es gibt drei verschiedene Level in den Kursen, in denen man nach Können und unabhängig von seinem Alter oder seiner Formclass eingeteilt wird.
 Ich war dann noch mit Linda einkaufen. Die Supermärkte sind hier riesig und die Einkaufswagen mindestens doppelt so groß wie in Deutschland :D
Diesen Samstag war ich mit meiner Homestay Family in der Stadt. Da gab es diese Woche so einen besonderen Straßenmarkt. Ich hab mir da meinen Internetstick gekauft (Juhuuu :D). Danach war wir noch am Tahunanui Beach. Das ist der Strand direkt bei Nelson. Das war richtig cool.
Heute haben mich Lindas Eltern Marion und Sue mit zum Rabbit Island Beach genommen. Das ist ein richtig schöner Strand ein bisschen außerhalb von Nelson. Auf dem Rückweg haben wir noch ein Eis auf einer Obstfarm gekauft.  Das war richtig cool, da sie einen Block Vanilleeis hatten, in denen sie dann ganz frisch die Früchte reinpüriert haben, die du in deinem Eis haben wolltest. Das Eis war richtig lecker.
Oke das war jetzt ziemlich, ziemlich kurz alles was ich in den letzten Tagen hier so erlebt habe. Das Wetter ist richtig schön und ziemlich heiß (puuuh :D). Übrigens haben die Neuseeländer ein ziemlich lustiges Englisch. Sie sprechen das ‚e‘ konsequent wie ein i aus.  Man sagt dann zum Beispiel statt ‚bed‘ (>Bett)  sowas wie ‚Bied‘. Oder ‚friends‘ heißen ‚frinds‘ (ich hoffe ihr versteht ein bisschen was ich meine :D) Führerschein darf man ja hier schon ab 15 machen, aber das ist noch nicht alles. Man braucht nicht mal Fahrschule, denn hier muss man nur so ein Buch lesen und dann einen Test machen (Theorie) und das Fahren bringen dir deine Eltern bei :D:D.
Naja ich muss gehen. Bis bald

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen